Google Ads Kosten: Was kostet Google Ads pro Klick und im Monat?
· 13 Min. Lesezeit · Werbebudget
Kurze Antwort: Google Ads hat keinen festen Preis. Sie bestimmen selbst, wie viel Sie ausgeben: Sie legen ein durchschnittliches Tagesbudget fest, und bei Suchkampagnen zahlen Sie in der Regel pro Klick. Was ein Klick kostet, entscheidet eine Auktion; dabei zählen Ihr Gebot, die Qualität Ihrer Anzeige und der Wettbewerb. Pro Monat berechnet Google höchstens das 30,4-Fache Ihres Tagesbudgets. Die wichtigere Zahl ist aber nicht der Klickpreis, sondern was Sie ein Verkauf über Google Ads kostet. Wer auf mehreren Kanälen wirbt, sollte die Kosten pro Verkauf aller Werbekonten in einem Dashboard vergleichen, statt nur auf Klickpreise zu schauen.
Wofür Sie bei Google Ads bezahlen
Bei Google Ads gibt es zwei Stellschrauben, und beide liegen bei Ihnen:
- Das Budget: Es legt fest, wie viel eine Kampagne im Durchschnitt pro Tag ausgeben darf. Google beschreibt es als Ausgabenlimit einer Kampagne.
- Das Gebot: Es sagt, wie viel Ihnen ein Klick höchstens wert ist. Beim manuellen CPC-Gebot ist das der Höchstbetrag, den Sie für einen Klick zu zahlen bereit sind. Mit automatischen Gebotsstrategien (Smart Bidding) setzt Google die Gebote für jede einzelne Auktion anhand Ihres Ziels.
Mit CPC-Geboten zahlen Sie nur, wenn jemand tatsächlich auf Ihre Anzeige klickt, nicht dafür, dass sie nur angezeigt wird. Ein festes Mindestbudget nennen die Hilfeseiten von Google zu Budget und Geboten nicht; Google schreibt selbst: Die Höhe der Gebote liegt letztendlich bei Ihnen.
Neben dem Werbebudget, das direkt an Google geht, können weitere Kosten entstehen: eine Agentur oder Freelancer für die Betreuung, Tools, Bilder und Videos, Zeit für die Pflege. Diese Posten sollten Sie getrennt planen, damit Sie wissen, was die Werbung selbst kostet.
Wie der Klickpreis entsteht
Jedes Mal, wenn jemand sucht, läuft eine Auktion. Google berechnet für jede passende Anzeige einen Anzeigenrang. Laut Google fließen dabei ein:
- Ihr Gebot,
- die Qualität der Anzeige zum Zeitpunkt der Auktion (erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz, Nutzererfahrung auf der Landingpage),
- Schwellenwerte für den Anzeigenrang, der Wettbewerb und der Kontext der Suche,
- die erwartete Wirkung von Assets und Anzeigenformaten.
Was Sie am Ende pro Klick zahlen, ist der tatsächliche CPC. Er ist oft niedriger als Ihr maximales Gebot, denn Sie zahlen nur so viel, wie nötig ist, um den Anzeigenrang des Werbetreibenden direkt unter Ihnen zu übertreffen und die Schwellenwerte zu erreichen. Gibt es niemanden unter Ihnen, zahlen Sie nur den Mindestpreis. Zwei Ausnahmen nennt Google: Mit Gebotsanpassungen oder bestimmten automatischen Strategien kann der tatsächliche CPC über dem maximalen CPC liegen. Und für Anzeigen über den Suchergebnissen sind Schwellenwerte und Klickpreise meist höher.
Für Sie heißt das: Eine bessere, passendere Anzeige mit einer guten Landingpage kann denselben Platz günstiger bekommen als eine schwächere Anzeige mit höherem Gebot.
Was kostet Google Ads im Monat?
Das Tagesbudget ist ein Durchschnitt, keine harte Tagesgrenze. Google erklärt:
- An einem einzelnen Tag kann eine Kampagne bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, um schwankenden Traffic auszugleichen.
- Über den Monat werden Ihnen höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets berechnet. 30,4 ist die durchschnittliche Zahl der Tage pro Monat.
- Wird an einzelnen Tagen mehr ausgeliefert als erlaubt (Mehrauslieferung), zahlen Sie trotzdem nicht mehr als diese Grenzen. Im Bericht „In Rechnung gestellte Kosten“ sehen Sie den Unterschied pro Kampagne und Tag.
Ihre maximalen Google Ads Kosten pro Monat = Tagesbudget × 30,4 (je Kampagne). Bei 20 € Tagesbudget sind das höchstens 608 € im Monat, bei 50 € höchstens 1.520 €.
Google Ads Kosten vorab schätzen: der Keyword-Planer
Bevor Sie Geld ausgeben, liefert der Keyword-Planer in Google Ads eine Prognose für Ihre Keywords: geschätzte Klicks, Impressionen, Kosten, Klickrate und durchschnittlichen CPC. Ein paar Punkte aus der Google-Hilfe, die man kennen sollte:
- Die Prognosen sind Tageswerte, beruhen aber auf dem Durchschnitt einer ganzen Woche. Rechnen Sie deshalb lieber mit Wochenwerten als mit einem einzelnen Tag.
- Sie können das Gebot ändern und sehen, wie sich Klicks und Kosten verschieben. Berücksichtigt werden laut Google Gebot, Budget, Saisonalität und die bisherige Qualität Ihrer Anzeigen.
- Die Prognosen gelten für das Suchnetzwerk, nicht für Display-Klicks, und sind für kleine Regionen ungenauer.
Der Keyword-Planer sagt Ihnen also, was Klicks ungefähr kosten. Ob sich diese Klicks lohnen, sagt er nicht. Dafür brauchen Sie Ihre eigenen Zahlen.
Rechenbeispiel: lohnt sich das? (Annahmen)
Die folgenden Zahlen sind Annahmen, keine Durchschnittswerte. Setzen Sie Ihre eigenen ein.
Ein Onlineshop verkauft ein Produkt, das nach Wareneinsatz, Versand und Zahlungsgebühren 30 € Rohertrag pro Verkauf bringt. Der Keyword-Planer schätzt für die wichtigsten Keywords 0,80 € pro Klick. Angenommen, 2 von 100 Besuchern kaufen.
- Kosten pro Verkauf = 0,80 € ÷ 0,02 = 40 €
- Ergebnis pro Verkauf = 30 € − 40 € = −10 €
So, wie es ist, verliert jeder Verkauf Geld. Hebel gibt es drei: einen niedrigeren Klickpreis (passendere Keywords, bessere Anzeige), eine höhere Kaufrate (bessere Landingpage, besseres Angebot) oder einen höheren Ertrag pro Bestellung (Bundles, Zubehör). Bei einer Kaufrate von 3 % lägen die Kosten pro Verkauf bei rund 26,67 €, und jeder Verkauf brächte etwa 3,33 € Gewinn.
Genau deshalb ist „Was kostet ein Klick?“ die falsche Leitfrage. Entscheidend ist, was ein Verkauf kostet und was danach übrig bleibt.
Google Ads Budget festlegen in vier Schritten
- Ziel in Zahlen: Wie viele Verkäufe oder Anfragen pro Monat wollen Sie? Welche Kosten pro Verkauf verträgt Ihre Marge höchstens?
- Klein anfangen: Google empfiehlt selbst, klein zu beginnen und die Kampagne täglich zu prüfen. Ein Testbudget soll messen, nicht sofort verdienen.
- Gebotsstrategie wählen: Die meisten starten laut Google entweder mit „Klicks maximieren“ (automatisch, auf Basis des Tagesbudgets) oder mit manuellen CPC-Geboten. Strategien, die auf Conversions optimieren, brauchen eingerichtetes Conversion-Tracking; beim Anlegen einer Suchkampagne ist mindestens ein Conversion-Ziel ohnehin Pflicht. Wie Sie das Conversion Tracking einrichten, zeigt unser Schritt-für-Schritt-Leitfaden.
- Nachsteuern mit Daten: Sobald eine Kampagne läuft, schlägt Google in den Budgeteinstellungen unter „Empfohlenes Tagesbudget anzeigen“ einen Wert vor, der auf der Leistung der letzten Zeit beruht, meist der letzten 15 Tage. Diese Empfehlung ist ein Hinweis, keine Pflicht: Erhöhen Sie nur, wenn die Kosten pro Verkauf unter Ihrem Zielwert liegen.
Mehrere Kampagnen für dasselbe Ziel können sich ein gemeinsames Budget teilen. Das ist praktisch, macht aber den Vergleich einzelner Kampagnen schwerer.
Google Ads Kosten senken, ohne blind zu kürzen
- Keyword-Optionen nutzen: Weitgehend passend ist der Standard. Mit passender Wortgruppe („…“), genau passend ([…]) und auszuschließenden Keywords (−) steuern Sie, für welche Suchen Sie zahlen.
- Suchbegriffe prüfen: Schauen Sie regelmäßig, für welche tatsächlichen Suchanfragen Klicks bezahlt wurden, und schließen Sie unpassende aus.
- Netzwerke bewusst wählen: In den Kampagneneinstellungen legen Sie fest, ob Suchnetzwerk-Partner und das Displaynetzwerk dabei sind.
- Gebotsanpassungen: Gebote lassen sich nach Gerät, Standort und Tageszeit erhöhen oder senken.
- Anzeige und Landingpage verbessern: Weil Qualität in den Anzeigenrang einfließt, ist das oft der günstigste Hebel.
- Nicht täglich umbauen: Prüfen Sie Woche für Woche statt Stunde für Stunde. Einzelne Tage schwanken schon wegen der Mehrauslieferung.
Der häufigste Fehler
Kampagnen werden nach dem Klickpreis beurteilt. Ein günstiger Klick von jemandem, der nur stöbert, kann pro Verkauf teurer sein als ein teurer Klick von jemandem, der kaufbereit sucht. Vergleichen Sie Kampagnen und Kanäle immer nach Kosten pro Verkauf und Gewinn nach Werbekosten. Wie Sie den zweiten großen Kanal aufsetzen, zeigt unser Leitfaden Facebook Werbung schalten.
Wie Examenda Ihnen dabei hilft
Examenda bringt Google Ads, Meta (Facebook und Instagram) und TikTok in ein Dashboard. Ausgaben, Verkäufe und Kosten pro Verkauf stehen mit einheitlichen Kennzahlen nebeneinander, so sehen Sie auf einen Blick, ob sich Google Ads im Vergleich zu Ihren anderen Kanälen lohnt. Sie erhalten Budgetvorschläge und jeden Montag einen Wochenbericht. Ab dem Paket Wachstum messen Sie mit Ihren Verkaufsdaten auch den Gewinn nach Produktkosten und Gebühren und können Regeln anlegen wie „Warnen, wenn die Kosten pro Verkauf 3 Tage lang über dem Ziel liegen“. Die KI schlägt vor, wohin Budget fließen sollte; umgesetzt wird nur, was Sie freigeben.
Starter kostet 49 USD im Monat (zzgl. MwSt.), bei jährlicher Zahlung sind zwei Monate gratis. Ihr Werbebudget zahlen Sie weiterhin direkt an Google, ohne Prozentsatz für uns.
Häufige Fragen
Gibt es bei Google Ads ein Mindestbudget?
Google nennt in den Hilfeseiten zu Budget und Geboten keinen festen Mindestbetrag; Budget und Gebot legen Sie selbst fest. Sinnvoll ist ein Budget, das genug Klicks bringt, um Ihre Kosten pro Verkauf überhaupt messen zu können.
Was kostet ein Klick bei Google Ads?
Das hängt von Ihrem Gebot, der Qualität Ihrer Anzeige und dem Wettbewerb um das Keyword ab. Sie zahlen meist weniger als Ihr maximales Gebot. Eine Schätzung für Ihre eigenen Keywords liefert der Keyword-Planer.
Kann Google mehr abbuchen als mein Tagesbudget?
An einzelnen Tagen ja, bis zum Doppelten. Über den Monat zahlen Sie aber höchstens das 30,4-Fache des durchschnittlichen Tagesbudgets.
Quellen: Google Ads-Hilfe, „Mehrauslieferung und Ihr durchschnittliches Tagesbudget“, „Gebot und Budget festlegen“, „Tatsächlicher Cost-per-Click (CPC): Definition“, „Keyword-Planer: Prognosen“, „Manuelle CPC-Gebote“, „Suchkampagne erstellen“; Google Ads, „Gebote mit Smart Bidding optimieren“. Stand: 24. Oktober 2026.